Erfolg – Google-Aktiensteuer wird zurückgezahlt

⇒Bundesfinanzministerium bewertet Google Aktiensplit⇐

Am 8. Juli 2015 hat das Finanzministerium den Google Aktiensplit aus April 2014 bewertet… (mehr)

WIR HABEN ES GESCHAFFT – DIE STEUER WIRD ZURÜCKGEZAHLT!!!

Auf den Webseiten von Google wird eine erfreuliche Mitteilung verbreitet:

„Warum wurde auf die Ausgabe der Aktien des Typs „Class C“ am 2. April 2014 in Deutschland dem Kapitalertragsteuerabzug unterworfen?

Nach bisheriger Auffassung der deutschen Finanzverwaltung wurde die am 2. April 2014 ausgegebenen Aktien des Typs „Class C“ als sogenannte Sachdividenden qualifiziert. Daher unterlag die Einbuchung der Aktien des Typs „Class C“ in ein bei einer deutschen Bank geführtes Depot grundsätzlich dem Kapitalertragsteuerabzug durch die depotführende Bank.“

Wie ist die aktuelle Position der deutschen Finanzverwaltung?

Dank der Bemühungen von Google hat sich die deutsche Finanzverwaltung Anfang April 2015 den Argumenten von Google angeschlossen und behandelt die Ausgabe der Aktien des Typs „Class C“ nunmehr als steuerneutrale Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln im Sinne der §§ 1, 7 Kapitalerhöhungssteuergesetz.“

(Quelle: Google)

Wie weiter?

Google empfiehlt, einen Einspruch gegen den Bescheid auf die erhobene Steuer auf den Google-Aktiensplit. Dieser muss mit der Steuererklärung für 2014 eingereicht werden.

Aktualisierung 24.6.2015

Bescheid Finanzamt Ablehnung Steuerrueckzahlung
Bescheid Finanzamt Ablehnung Steuerrueckzahlung

Ganz offensichtlich scheinen die Finanzämter von der Vereinbarung Googles nichts zu wissen. Man spielt nach wie vor den Unwissenden. Man wartet immer noch auf die „Neueinbuchung“ auf Bundesebene.

Dies ergibt sich jedenfalls aus den vielen Rückläufen auf diese Seite. Als Beispiel hier ein Bescheid aus einer Ablehnung der Steuerrückzahlung zum jetzigen Zeitpunkt durch das Finanzamt.

Bild zum Lesen anklicken.

 

 

 

 

 

 

 

Aktualisierung 29.5.2015

Ein aktueller Stand aus der Praxis in der Kommunikation mit dem Finanzamt (anonymisiert).
Sehr geehrter Herr X,
nach heutiger Auskunft des zuständigen Fachreferats steht die abschließende Erörterung auf Bund-Länder-Ebene noch aus, die Sache wird aber kurzfristig entschieden werden. Ich komme, wie bereits zugesagt, unaufgefordert auf Ihr Anliegen zurück.
Freundliche Grüße
Im Auftrag
Susann Helten
________________________
Referat für Bürgerangelegenheiten
 
Musterangebot für die Anfrage beim Finanzamt:
Sehr geehrte Damen und Herren,
leider haben Sie meine E-Mail vom YY.Mai 2015 noch nicht beantwortet, daher erlaube ich mir, in Sachen Google Aktiensplit nochmals nachzufragen.
Auch meiner Hausbank ist derzeit nicht klar, wie die Rückerstattung der einbehaltenen Kapitalertragssteuer+Soli erfolgen soll (über die Hausbank? über die Einkommenssteuererklärung?).
Google verweist auf Sie (Link in letzter Mail vom 17.5., s.u., „The German authorities will provide further information on how to obtain a tax refund shortly…“)
Die Abgabefrist 31.5.15 für meine Steuererklärung rückt näher, daher wäre eine kurze Stellungnahme Ihrerseits zu den genannten Fragen sehr hilfreich.
Vielen Dank für Ihre Bemühungen und freundliche Grüße

 

Resümee

Da auch ich als Google-Aktionär betroffen bin, ist die Erleichterung groß. Der Alptraum ist vorbei. Was bleibt ist ein tiefes Misstrauen gegen meine Depotbank, ein Kopfschütteln über die vom Bundestag erarbeitete Einschätzung und die Hoffnung auf möglichst viele Klagen auf Schadensersatz gegen die Depotbanken.

Was bleibt ist auch die Unsicherheit, bei kommenden Aktiensplits von der eigenen Hausbank mit scheinheiligen Begründungen, Steuern abgezogen zu bekommen. Vielleicht erbarmt sich ja ein Staatssekretär im Bundesministerium für Finanzen und regt eine Überarbeitung der Gesetze an die aktuelle Bankenpraxis an.

Tipps für eine erfolgreiche Klage nebst Anwalt finden Sie hier. —>Link