Facebook pay per mail

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Wie Facebook mit pay per mail die Privatsphäre aushebelt

Facebook führt auf sehr sublime Weise ein „pay per mail“ in sein System ein. Das Besondere daran ist, dass sich Facebook offensichtlich über die „privacy settings“ des Facebook-Users hinwegsetzt.
Für die Zahlung von 0,89 € läßt sich Facebook bestechen und eine Nachricht in den „Posteingang“ des Adressaten senden. Andernfalls würde die Nachricht lediglich im Ordner „Sonstiges“ landen.

Facebook pay-per-klick
Popup-Fenster auf Facebook: pay-per-mail

Knapp 90 Cent pro pay per Mail, das ist nicht ganz billig. Dennoch bietet diese Facebook-Option im Konzert mit einem anderen Facebook-Tool zielgenaue Ansprachen. Unter diesem Gesichtspunkt sind knapp 90 Cent für ein pay per mail eher noch ein Schnäppchen.

Mit dieser Plugin-Erweiterung für Webbrowser kann man die Facebook-IDs auslesen und als csv-Datei speichern.

Mit den ausgelesenen Facebook-IDs könnten gerichtet Nachrichten versandt werden. Sollte sich der Empfänger in seinen „privacy terms“ gegen die Zustellung derartiger Nachrichten ausgesprochen haben, kann dies mit der Bestechungssumme von 0,89 € umgangen werden. So ließe sich eine zielgruppengenaue Social-Media-Kampagne fahren. Jeder Datenschutzbeauftragte würde jedoch die Hände über dem Kopf zusammenschlagen.

 

Auslesetool für Facebook-IDs
Auslesetool für Facebook-IDs

Es dürfte Facebook-Usern nicht gefallen, dass Facebook mit der Verletzung von Verabredungen über die Privatsphäre Geld verdient. Besonders makaber ist dabei die Begründung von Facebook selbst, „die Privatsphäre so besser schützen zu wollen“.