Google hilft deutschen Aktien-Besitzern

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Google Financial Information Germany: „no tax on split“

Google hilft deutschen Aktien-Besitzern mit der Veröffentlichung einer Klarstellung des Aktiensplits im April. Bisher kaum beachtet ist die Mitteilung in Googles Financial Information über die Bewertung des Aktiensplits und ihre Bemühungen mit den deutschen Behörden, den Vorgang als steuerfrei verständlich zu machen.

Information on Our New Class of Shares

Das ist der Titel des Beitrages für französische und deutsche Aktionäre. In beiden Ländern hat der Fiskus / die Banken Kapitalertragssteuer auf den Google-Aktiensplit erhoben. Als Mitteilung für die deutschen Aktionäre meint Google, dass die Steuerabführung auf unzureichende Informationen seitens der Banken zurückzuführen sei. Dies sei letztendlich der Auslöser gewesen, dass die C-Aktien-Asugabe als Dividende deklariert wurde. Ferner hofft Google mit ihren nachgereichten Informationen an die Behörden, dass die Besteuerung des Aktiensplits zurück genommen wird:

Will German shareholders be entitled to a refund of the tax that was withheld?

Google has approached the relevant parties in Germany to provide them with information in support of Class C being non-taxable.  If the parties agree, we expect that the tax withheld will be refunded to German shareholders. We will update this site when we have further information.“ (Quelle: investor.google.com)

Google setzt sich also für die Richtigstellung des April Aktien-Splits als solchen ein. Dies wird auch in der Erklärung deutlich, die noch einmal den Vorgang auch für die deutsche Steuerverwaltungen klar stellen sollte: „The issuance of Class C shares resulted in a reduction of retained earnings and an increase in common stock. Thus, there was no change to the net equity of Google as a result of the Class C issuance.“ (Quelle: investor.google.com)

Google hilft deutschen Aktien-Besitzern
IRS-Mitteilung-Aktiensplit-Google

Das Netto-Vermögen der Google-Aktie hat sich durch die Ausgabe von C-Aktien nicht verändert. Für eine steuerliche Veranlagung relevant ist jedoch nur die Differenz bei einer Erhöhung des Netto-Vermögens oder des Kapitalbetrages.

Google hilft deutschen Aktien-Besitzern mit diesem Statement endlich, die durch die Banken automatisch abgeführte Steuer zurück zu erhalten. Kein Spinn-off und keine Dividendenausschüttung, diese Aussage ist eindeutig. Interessant dabei ist, dass Google die Informationen bereits im April an die deutschen Steuerbehörden schickte. Umso verwunderlicher ist das geheimnisvolle Gehabe, ob steuerlich relevant oder nicht.

  • Die Entscheidung bzw. Begründung des Petitionsausschusses, die ich am 12.1.15 schriftlich erhielt, spiegelt genau das wider, was ich erwartet habe: Ein Angehöriger des Finanzministeriums hat vermutlich hier fachlich im Sinne des Finanzministeriums zugearbeitet und ist mit keiner Silbe auf den eigentlichen Sachverhalt eingegangen. Dieser liegt doch eigentlich ganz klar auf der Hand: Google gibt die gleiche Anzahl Aktien aus, die man besitzt und halbiert gleichzeitig den Aktienkurs dieser Aktien, faktisch sieht es also aus wie ein Aktiensplit, leider haben sie dabei die Feinheiten des deutschen Aktienrechtes übersehen und die Aktien als stimmlos eingestuft, worauf das für die WKN-Vergabe zuständige Gremium prompt eine neue WKN vergab und das sah dann für die Banken so aus, als ob neue Aktien ausgegeben worden sind und sie berechneten die KapErtragsSteuer vom Wert der neuen Aktien – rechnerich richtig, in der Logik falsch und da der Betrag, der dem Finanzminister dabei zugeflossen ist, vermutlich ein erheblicher ist, ist auch die Petitionsentscheidung ganz im Sinne des Finanzministeriums erfolgt (Apple hat es mit dem Split 1:7 intelligenter gemacht, nämlich keinerlei Veränderung an den Aktieneigenschaften).
    Den schwarzen Peter haben wieder einmal die betroffenen Aktienbesitzer, die eine Kapitalertragsteuer bezahlen mußten für ein Kapital aus einem Null-Summen-Spiel.
    Wenn der Aktionär einen Hinweis „vor dieser Kapitalmaßnahme“ erhalten hätte mit dem Hinweis auf die Folgen, hätte er wenigstens noch einen Entscheidungsspielraum gehabt und seine Aktien abstoßen können, um sie danach wieder neu zu erwerben – nun kann sich – ganz im Sinne der Freibeuter im Finanzminsterium – jeder Einzelne mit seinem Finanzamt um die richtige Deutung streiten – und der Gewinner steht schon fest…
    q.e.d.