ING DiBa

 

Besteuerung der Google Aktie: ja
Bewertung des Google Aktiensplits:  „…mit der ISIN US38259P5089 werden durch die Kapitalmaßnahme zusätzlich 45 Anteile der Google Inc. mit der neuen ISIN US38259P7069 eingebucht.
Neue Stücke:
Die neuen Stücke gelten am Buchungstag als angeschafft. Sie unterliegen damit komplett der Kapitalertragsteuer.“*
Google-Steuer: ja
Formblatt Steuerrückerstattung: nein
Überziehungszinsen auf Steuereinzug: ja
Depot: www.ing-diba.de
zuständiges Finanzamt Finanzamt Frankfurt/M V – Höchst, Gutleutstraße 116, 60327 Frankfurt. Steuernummer: 047 220 2800 4

 Korrespondenz der ING DiBa mit Google-Aktien-Depot-Kunden

“ Warum ist dies so?
Die Ausgabe der neuer Aktien entsprach einer Sachdividende nach §20 des Einkommensteuergesetzes. Die Grundlage dazu bildet das Schreiben vom Bundesministerium für Finanzen vom 22.12.2009 zu den Einzelfragen der Abgeltungsteuer. Ab der Randziffer 113 sind die Folgen einer Übertragung an Aktionäre durch einen Spin-off geregelt.

Uns ist klar, dass es bei Google zu unterschiedlichen Abrechnungen gekommen ist. Ob und wann sich der Bundesfinanzhof oder das Finanzamt dazu äußern und welche Entscheidung letztendlich getroffen wird, können wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht beurteilen. Aktuell ist der Steuerabzug korrekt, wenn auch nicht zweifelsfrei.

Jeder Steuerpflichtige hat gemäß § 32d Absatz 4 Einkommensteuergesetz (EStG) die Möglichkeit, seine Kapitaleinkünfte, die der Kapitalertragsteuer unterlegen haben, im Rahmen der Veranlagung geltend zu machen.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne telefonisch 7 Tage die Woche rund um die Uhr unter 069 / 34 22 24 zur Verfügung. Halten Sie bei einem Anruf bitte Ihre Kontonummer und Ihre 5-stellige Telebanking PIN bereit.“


“Sie haben sich bei uns gemeldet, weil Sie weiterhin mit der Kapitalmaßnahme von Google und deren Abrechnung dazu nicht zufrieden sind.

Wir haben für die Unannehmlichkeiten zum Google Vorgang vollstes Verständnis. lhre Hinweise bestätigen nur, dass es viele anders beurteilen und vermutlich auch zu recht anders auslegen. Aktuell sind uns aber die Hände gebunden.

ln Deutschland haben wir allerdings eine andere Gesetzgebung. Google hat über die WM Daten die Dividende nach § 20 Satz des Einkommensteuergesetzes als steuerrelevante Sachdividende gemeldet.

Nach den neuesten lnformationen des Bundesministeriums der Finanzen ist es auch möglich, diese als nicht steuerrelevant zu melden. Genau dies liegt uns aber für Deutschland nicht vor.

Google hat aber eine ganz neue Variante gewählt, die im Prinzip so wie ein klassischer Aktien-split funktioniert, jedoch den Weg über die Stock Dividende realisiert, d.h. eine neue Klasse von Aktien emittiert- Daher ist auch dieser “Split” zu besteuern, da es sich streng genommen nicht um einen Split handelt.

Das folgt eher dem Dividendenmodel!, bei dem ja auch nach Dividende die Aktie weniger wert ist und ein entsprechender Betrag zur Auszahlung kam. Google hat also keinen Split durchgeführt, sondern eine Dividende in Höhe von 50% des Werts in Form neuerAktien gezahlt.

Jeder Steuerpflichtige hat gemäß § 32d Absatz 4 Einkommensteuergesetz (EStG) die Möglichkeit, seine Kapitaleinkünfte, die der Kapitalertragsteuer unterlegen haben, im Rahmen die Veranlagung geltend zu machen.

Ob und wann sich der Bundesfinanzhof oder das Finanzamt dazu äußern und welche Entscheidung letztendlich getroffen wird, können wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht beurteilen.”

(Quelle: Briefe der  ING DiBa vom Mai 2014, von SEM.Berlin-Besuchern zur Verfügung gestellt.)